Nbn beitrag zur Wake up Demo

„Darunter keine einzige Gruppe aus Deggendorf selbst. Gesichtet wurden im Demozug hauptsächlich Linksextremisten aus Straubing, Passau, Fürth, sowie der linksextremistische AIDA-Autor Jan Nowak. Sonstige bürgerliche Linke konnten für das antinationale Trauerspiel nicht gewonnen werden.“(zitat aus der seite des rechtsextremen nationalen bündnisses niederbayern)

Diese Äußerung zeigt, dass die Nazis hier vor Ort keineswegs über die lage im klaren sind, nämlich,dass eine personengruppe von ca einem dutzend Antifas aus deggendorf selbst stammten.
Dass das Nbn trotz der mangelnden infos solche beiträge veröffentlicht,zeigt, dass sie sich nur selbst beschwichtigen wollen…
und es uns eins stück weit mehr gelungen ist, die rechte Hegemonie in deggendorf zu brechen

Alerta Antifascista
Eure libertäre Jugendantifa Deggendorf

Wake up!

Mobivideo zur Demo
Am Samstag, den 17. September findet in Deggendorf eine Demonstration gegen die neonazistischen Umtriebe in Niederbayern satt. Zeigen wir gemeinsam und entschlossen, dass es keine Kneipe, keine Straße und keinen Dorfplatz für die Nazis geben darf. Setzen wir der Homezone — Atmosphäre von NPD und NBN in Deggendorf ein Ende… weitere Infos: aak-sr

Nbn stört Antifaschistische Demonstration

Am 23.6 fand in Deggendorf die Demonstration gegen den Auftritt Thilo Sarrazins statt.
Im Laufe der Demonstration,die wohl wegen des Wetters so schlecht besucht war,
bewegte sich aus Richtung der Innenstadt eine Gruppe Neonazis ( Nbn) auf uns zu.
Zuerst beschränkten sie sich darauf uns aus der Ferne zu fotografieren.
Als ihre Gruppe auf etwa 15 Personen angewachsen war, marschierten sie Parolen
(„Frei-Sozial und National“ ,“Nationaler Sozialismus jetzt“ , „Antifa Hahaha“ ) gröhlend auf die Demonstration zu.
Die Provokationen gingen rein von Seiten der Faschisten aus mit dem Ziel unsere Veranstaltung zu stören, was ihnen wohl auch kurzzeitig gelungen ist.
Insgesamt kann man die Veranstaltung jedoch als Erfolg betrachten, da es uns gelungen ist in einer Nbn „Hochburg“ friedlich Präsenz zu zeigen und dies nicht als Reaktion auf eine Nbn-Aktion sondern als selbständige Aktion.
Getreu dem Motto : -kein Fußbreit den Faschisten-
werden wir künftig in Deggendorf mehr Präsenz zeigen, bis die rechte Hegemonie in Deggendorf gebrochen ist.

[AUFRUF DER AAPA]

das bild sagt alles
Aufruf der [aapa]:

Am 23. Juni erwartet Deggendorf Thilo Sarrazin in der Stadthalle. Dieser wird dort seine antisemitischen, sozialchauvinistischen und rassistischen Thesen, die er auch in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ formuliert hat, ausführen und rechtfertigen. Seine Thesen etwa, „Volksgruppen“ seien genetisch-völkisch voneinander zu unterscheiden und dass eine Rasse von „Bio-Deutschen“ gegenüber muslimischer Menschen (welche „fruchtbarer“ seien) existiere, sind für uns Antifaschist_Innen genauso wenig hinnehmbar wie die Tatsache, dass der SPD-Politiker Sarrazin damit einen gesamt-gesellschaftlichen Diskurs bestimmen kann und mit seinen Ausführungen eben nicht nur etwa im Lager von bekennenden Rassist_Innen und Faschistsch_Innen auf offene Ohren stößt. Bekundeten Neonazis gar „Sarrazin hat Recht“ wurde dieser nicht aus der sozialdemokratischen Partei ausgeschlossen und erfreut sich der Sympathie eines Großteils der in D-Land lebenden Menschen und regierender Poltiker_Innen. Kritiker_Innen Sarrazins sehen sich hier dem Vorwurf, die Meinungsfreiheit nicht zu gewähren, ausgesetzt, wo es sich doch bei Weitem nicht um eine Meinung als viel mehr um ein, sogar nach dt. Recht, Verbrechen handelt. Dies ist ein so nie da gewesener Indikator und somit Nachweis (1) für die Existenz von Rassismus unter allen sog. „dt. Bürgern“ und in allen politischen Lagern, allen sozialen Schichten der sich selbst deklarierenden sog. „dt. Gesellschaft“. Dadurch bestätigt sich unsere Forderung „Nie wieder D-Land“, und mit Sarrazin werden die Symptome einer Wiederkehr dessen, was die Geschichte als „D-Land“ erfahren musste, immer deutlicher.

Genauso entgegenzutreten gilt es denjenigen Kritiker_Innen, die Sarrazin zugestehen, mit der sog. „Ausländerproblematik“ ein Themenfeld geöffnet zu haben, die sich dabei aber genauso auf dt. Standpunkt stellen, sich selbst als „dt.“ und manche Menschen als „Ausländer_In“ begreifen. Dies ermöglicht, einer Kritik an Sarrazin zum Trotze, ein Denken in „Volksgemeinschaften“, Grenzen und Staatsgebieten und damit eine Asylpolitik, die „Ausländer_Innen“ als schlechtere Menschen unter unmenschlichen Bedingungen in Lager pfercht, in steter Angst hält und in Krieg, Verfolgung und Not abschiebt, wie es etwa vor wenigen Wochen Ismail in Passau fast ergangen wäre (2).

Gerade in Deggendorf, wo der NPD-Kreisverband um seinen Vorsitzenden Alfred Steinleitner und die parteiunabhängigen Neonazis des „Nationalen Bündnisses Niederbayern“ (NBN) (3) ungehindert agieren, von den Deggendorfer_Innen akzeptiert in den Gasthäusern Gruber und Pumuckl Veranstaltungen und auf öffentlichen Plätzen gemeinsame Kundgebungen abhalten, muss gegen die Veranstaltung Sarrazins im Speziellen und gegen neonazistische Umtriebe im Allgemeinen interveniert werden. Bisher gelang dies nur spärlich und von Repressalien überzogen. Daher rufen wir zur Teilnahme an der zeitgleich mit der Sarrazin-Veranstaltung stattfindenden Gegenkundgebung am 23. Juni um 18 Uhr vor der Stadthalle in Deggendorf auf.

Mehr Informationen u.a. auf unserem Blog ( www.aapa.de.vu ) und bei der Antifagruppe aus Straubing ( www.aak-sr.tk ).

Fußnoten:

1 Dies bestätigt also auch die sehr in ihrer Representativität kritisierte Studie „Vom Rand zur Mitte – Rechtsextreme Einstellungen und ihre Einflussfaktoren in Deutschland“ der Friedrich-Ebert-Stiftung ( http://antifapassau.files.wordpress.com/2011/06/studie_vom-rand-zur-mitte.pdf ).

2 Auch hierbei verurteilen wir diejenigen Sympatisant_Innen, die zwar mit uns gegen die Abschiebung Ismails demonstrierten, die Motivation dafür aber lediglich in Ismails Willen zu Arbeiten sowie seiner sog. „gut fortgeschrittenen Integration“ und seiner Sprachkenntnisse und Freundlichkeit sahen. Zwar erfreulich, dass Ismail zunächst bleiben darf, droht aber vielen anderen Flüchtlingen in den Lagern um Passau ebenso die Abschiebung. Es gilt vielmehr, die menschenverachtende und auf der dt. Grenze beruhende Asylpolitik und ihre Ursachen generell zu kritisieren und zu bekämpfen, anstatt innerhalb der Struktur des Abschiebeapparates und unter Aufrechterhaltung einer Forderung nach „Integration“ explizit nur die eine, seine, Abschiebung zu verhindern.

3 Flyer der Antifa aus Straubing über das NBN: http://aaksr.files.wordpress.com/2011/06/wakeup_komplett.pdf

Über uns

Wir die Antifaschistische Offensive Niederbayern sind eine antifaschistische Vernetzung in Niederbayern

Derzeit sind wir nur in dem rot markierten bereich aktiv, wir wollen unsere vernetung jedoch weiter ausbauen.

NPD-Kreisverband Deggendorf / Freyung

Der KV organisiert monatliche Stammtische in Deggendorf.
Bei einer Wahlkampfveranstaltung mit anschließender Gartenparty am 18. Juli 2009
versuchte der NPD-Bundesvorsitzende Udo Voigt anwesende Mitglieder und Sympathisanten für den Bundestagswahlkampf 2009 zu mobilisieren.
An der Veranstaltung beteiligten sich etwa 30 Personen des rechtsextremistischen Spektrums. Im Rahmen des Wahlkampfes führte der KV mehrere Infostände durch.
Im Jahr 2010 haben die Aktivitäten des KV durch die Initiative des Vorsitzenden Alfred Steinleitner zugenommen.
Insbesondere in Zusammenarbeit mit Aktivisten des „Nationalen Bündnis Niederbayern“ ist der KV bemüht, Präsenz in der Öffentlichkeit zu zeigen.
Neben einer Kundgebung am 6. März 2010 fand im Vorfeld der Veranstaltung „Day of Friendship“ am 3. Juli 2010 eine weitere Kundgebung in Deggendorf statt,
an der sich 15 Personen des rechtsextremistischen Spektrums beteiligten. Neben dem KV-Vorsitzenden Steinleitner traten drei Neonazis aus Niederbayern als Redner auf.
Am 21. August 2010 führte der KV in Deggendorf eine Kundgebung mit dem Thema „Solidarismus statt Kapitalismus;
der allgemeine Zustand Deutschlands, und warum es so weit kommen konnte“ durch. Als Redner beteiligten sich u.a. Alfred Steinleitner,
Walter Strohmeier (Kameradschaftsführer „Freie Nationalisten Bayerischer Wald“) und Björn Balbin (Vorsitzender des NPD-KV Freising)

Rechtsextremismus in Niederbayern

Das rechtsextremistische Personenpotenzial umfasst rund 150 Mitglieder rechtsextremistischer Parteien sowie knapp 90 Neonazis, von denen etwa 20 keiner festen Kameradschaftsstruktur zuzuordnen sind und cirka 20 rechtsextremistische Skinheads.

Rechtsextremistische Parteistrukturen unterhält in Niederbayern die NPD – Die Volksunion. Insbesondere der KV Deggendorf / Freyung veranstaltet zahlreiche öffentlichkeitswirksame Aktivitäten. In Straubing nutzte die NPD zeitweise ein Parteibüro. Bei der Bundestagswahl 2009 erzielte die NPD in Niederbayern 1,8 %. Bei der Bayerischen Landtagswahl 2008 hatte sie 1,7 % erhalten. Sowohl bei der Bundestagswahl 2009 wie auch bei der Landtagswahl 2008 erzielte die NPD in Niederbayern im Landesvergleich ein überdurchschnittliches Ergebnis.

Der bayerische Landesverband der NPD veranstaltete am 12. Juni 2010 auf dem Gelände einer Gaststätte in Buchhofen,
Lkr. Deggendorf, den 5. NPD-Bayerntag. Daran beteiligten sich etwa 300 Personen des rechtsextremistischen Spektrums.

Kameradschaften haben sich u.a. in Landshut, Plattling, Straubing, Viechtach und Passau organisiert.
Neonazistische Aktivisten treten vor allem durch Mahnwachen, Flugblattverteilungen und Versammlungen an die Öffentlichkeit.
Die Kameradschaft „Freie Nationalisten Bayerischer Wald“ aus Viechtach ist teilweise auch in der Oberpfalz aktiv.

Das „Nationale Bündnis Niederbayern“ ist ein kameradschaftsübergreifendes Netzwerk von Neonazis in der Region und dient, wie auch die überregionalen neonazistischen Netzwerke
„Freies Netz Süd“ und „Freier Widerstand Süddeutschland“, vorwiegend als Kommunikationsplattform im Internet.

Kleinere Skinhead-Szenen gibt es u.a. in Plattling, im Raum Passau/Vilshofen sowie im Raum Abensberg.

Der Wikingerversand in Geiselhöring ist ein bedeutsamer Versandhandel für die rechtsextremistische Szene,
der zahlreiche einschlägige Produkte – auch für Kinder und Jugendliche – vertreibt. So werden Kinder T-Shirts mit den Aufdrucken
„Kleiner Germane“ oder „Odin“ angeboten. Rechtsextremistische Devotionalien, Tonträger und Literatur können auch über den Internetversandhandel „2yt4u-records“ bezogen werden.

Am 3. Juli 2010 fand in der Gaststättein Buchhofen die rechtsextremistische Veranstaltung „Day of Frienship“ statt.
Hierzu mobilisierte der „Deutsch-Böhmische-Freundeskreis“ auf einer eigenen Homepage und in diversen einschlägigen Foren im Internet.
Ziel des Veranstalters war es, die Beziehungen zwischen tschechischen und deutschen Neonazis zu verfestigen und auszubauen.
Den „Freundschaftstag“ besuchten bis zu 120 Rechtsextremisten aus Deutschland und Tschechien.
Neben diversen Redebeiträgen sorgten vor allem die Auftritte rechtsextremistischer Skinhead-Bands für das Rahmenprogramm.